Let's talk Micromodal Textiles

Let's talk Micromodal Textiles

Die Arbeit mit Micromodal ist schon seit Jahren ein Traum von uns. Modal ist ein natürlicher und nachhaltiger, weicher, jerseyartiger Stoff, der aus aufgelöstem Holzzellstoff hergestellt wird. Dies ist ideal für Stoffe mit direktem Kontakt mit der Haut (wie Unterwäsche), da es sehr verschleißfest ist und einen hohen Feuchtigkeitstransport aufweist.

Kleiner Geschichts-Snack: Modal entstand in den 1950er Jahren in Japan als Versuch, einen billigeren Ersatz für Seide zu schaffen. Es gehört zur Familie der Viskosefasern und ist ein Nachfolger der Viskose. Die ursprünglichen Formen dieser Stoffe waren teuer in der Herstellung, und viele von ihnen waren brennbar. Mit der Entwicklung von Viskose wurden die Kosten- und Sicherheitsprobleme der Viskoseherstellung gelöst, aber der Prozess der Viskoseherstellung ist kompliziert und verursacht eine große Menge an Abfall. Bei der Herstellung von Modal wurde dieser Prozess weiterentwickelt, da es sich um einen einfacheren Prozess handelt, bei dem nicht so viel Abfall anfällt.

Zunächst einmal: Wie wird es hergestellt?

 Das Ausgangsmaterial für Modal ist Zellulose aus Laubbäumen wie Birke und Eiche. Die ursprüngliche Quelle (Bäume) ist natürlich, aber der Prozess der Umwandlung des Zellstoffs in Garne ist chemisch. Aufgrund dieser Kombination werden Modalfasern als Celluloseregeneratfasern oder Halbnaturfasern bezeichnet.

Diese Cellulosefasern werden in einem geschlossenen Produktionsprozess durch Auflösen von Holzstoff und ein spezielles Trocknungsverfahren, das Spinnen, hergestellt. Vor dem Trocknen werden die Holzspäne mit einem Lösungsmittel vermischt, um eine feuchte Mischung zu erzeugen. Dieses Gemisch wird dann durch kleine Löcher gepresst, um Fäden zu bilden und chemisch behandelt, dann werden die Faserstränge zu Garn gesponnen und zu Stoffen gewebt.

Ein Kilogramm Zellstoff ergibt etwa ein Kilogramm Modal (die Ausbeute ist 10-mal höher als bei Rohbaumwolle).

Was ist der Unterschied zwischen Modal und Micromodal?

Der Unterschied ergibt sich aus dem Grad der Verarbeitung der Zellulose und der Größe der erzeugten Fasern. Bei Micromodal wird eine feinere Faser als bei Modal verwendet. Das bedeutet, dass die Fasern unglaublich eng miteinander verwoben werden können. Dadurch wird Micromodal noch geschmeidiger als Modal. Hier zeigt sich die ultimative Geschmeidigkeit von Modal. Mit einer seidigen und leichten Unterwäsche kann man nichts falsch machen!

Modal gilt als Luxustextil und vermittelt mit seiner Leichtigkeit und Weichheit ein hochwertiges Gefühl. Durch die hohe Feuchtigkeitsaufnahme bleibt der Modalfaserstoff trocken und ist ein gesundes Bekleidungsprodukt mit guter Luftdurchlässigkeit. Im Gegensatz zu vielen Baumwollprodukten wird Modal durch vermehrtes waschen weicher. Das gefällt uns sehr. 

Modal hat außerdem eine glatte Oberfläche, die nicht knittert, ist farbecht und schrumpft beim Waschen nicht. Es erhält zusätzliche Festigkeit, wenn es mit anderen Fasern wie Elastan und Baumwolle gemischt wird.

Elastan? Ist das nicht Plastik?

Ja und nein. Ursprünglich besteht Elastan aus Erdöl, aber biobasierte Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen halten Einzug in die Modeszene. Der Wettlauf um die Abkehr von Mikroplastik und die Bewältigung der Klimakrise hat zu einem Anstieg der Material- und Textiltechnologie geführt. Das Elastan, mit dem wir in unserer Botanika-Kollektion arbeiten, heißt ROCIA™. Das bedeutet, dass es sich um eine Faser handelt, die aus natürlichen Polymeren hergestellt wird und daher biologisch abbaubar ist (dazu später mehr).

Unter bestimmten Umständen kann Modal eine umweltfreundlichere, nachhaltigere Bekleidungsoption darstellen als natürliche Stoffe wie herkömmliche Baumwolle, die während des Wachstums und der Produktion viel Wasser verbraucht.

Warum es nicht perfekt ist:

Wir müssen transparent sein und darauf hinweisen, dass die Produktion dieses Materials, wie die vieler anderer Textilien, energie- und chemie-intensiv ist. Zur ökologischen Verantwortung in der Mode gehört auch eine Diversifizierung der Zusammensetzung der Rohstoffbeschaffung. Die Arbeit mit einer Reihe von biobasierten Kunst-, Natur- und Synthetikfasern wird dazu beitragen, eine robustere Modeindustrie zu schaffen.

Aber es ist ein guter Anfang für eine saubere Textilindustrie, und deshalb lieben wir es: Sowohl Modal als auch Micromodal werden aus nachwachsenden Pflanzen hergestellt, was sie zu einer erneuerbaren Faserquelle macht, und im Gegensatz zu vollsynthetischen Fasern ist Modal biologisch abbaubar* (natürlich abhängig von der Mischung).

Darüber hinaus verfügt es über erstaunliche Eigenschaften wie die oben genannten - es ist dehnbar, wird nach dem Waschen weicher, ist atmungsaktiv, seidenweich und hat ein luxuriöses Finish. Perfekt für deine nächste Lieblingsunterwäsche.