Unsere Gründergeschichte: Die kanadischen Schwestern hinter Tizz & Tonic

Tizz & Tonic begann mit einem einfachen Gedanken: Warum ist nachhaltige Unterwäsche eigentlich so unfassbar… langweilig?

Wir sind zwei kanadische Schwestern und hatten es satt, uns durch Regale voller „verantwortungsvoller“ Lingerie zu wühlen, die aussah, als hätte sie noch nie etwas von Freude gehört. Irgendwann hat die Branche beschlossen, dass man sich selbst runterdrehen muss, wenn man sich um den Planeten kümmert. Als könnten Farbe und Gewissen nicht zusammen existieren. Das haben wir keine Sekunde lang geglaubt.

Meine Schwester Yanna und ich sind in einem Glasstudio in einer kleinen, kreativen Stadt in Ontario aufgewachsen. Unsere kulturbegeisterten Eltern haben uns monatelang mit dem Rucksack durch Zentral- und Südamerika sowie Südostasien mitgenommen. Lonely Planet in der Hand. Mini-Tagesbudget. Abgelegene Dörfer. Große Städte. Andere Sprachen. Andere Klimazonen. Andere Lebensrealitäten.

Wir haben gesehen, wie Menschen über Kulturen und Einkommensgrenzen hinweg leben. Wir haben früh gelernt, dass Fairness zählt. Dass Schönheit nicht nur eine Farbe hat. Dass Farbe Kraft hat. Und dass diese Welt viel zu groß, komplex und lebendig ist, um sie in Beige zu pressen.

Diese Erfahrungen haben alles geprägt.

Jahre später sind wir in Bremen gelandet und haben Tizz & Tonic von Grund auf selbst aufgebaut. Unser erster Zuschneidetisch war der Wohnzimmerboden. Unsere ersten Bio-Baumwollstoffe haben wir mit kanadischen Kreditkarten zum damaligen Eurokurs gekauft. Nicht gerade glamourös, aber ziemlich entschlossen!

Wir haben keine Unterwäschemarke gegründet, um einfach noch ein weiteres Logo in die Welt zu setzen. Wir haben angefangen, weil wir zwei Probleme direkt nebeneinander gesehen haben.

Auf der einen Seite war „nachhaltig“ zum Synonym für gedeckte Farben und vorhersehbare Schnitte geworden. Auf der anderen Seite ist die Unterwäschebranche bis heute größtenteils männlich geprägt – in Besitz, Finanzierung und Marketing. Zwischen Öko-Basics und Male Gaze blieb nicht viel übrig für Frauen, die Komfort, Persönlichkeit und echte Entscheidungsfreiheit wollen, wenn es darum geht, was sie auf ihrem Körper tragen.

Nachhaltige Intimates sollten der Standard sein, nicht die Ausnahme – und Standard heißt nicht langweilig. Es darf laut sein. Fruchtig. Verspielt. Knallig. Es darf an die Märkte erinnern, durch die wir in Guatemala geschlendert sind, und an die Farben, in die wir uns in Sri Lanka verliebt haben. Es darf dich zum Lächeln bringen, wenn du morgens deine oberste Schublade öffnest.

Wir designen Unterwäsche als Frauen, die sie selbst machen und tragen. In unserem Bremer Studio und mit unseren Partner:innen in Berlin und Portugal bleiben wir nah am Prozess. Wir testen die Passformen selbst. Wir bewegen uns darin. Arbeiten darin. Leben darin. Uns sind Stretch, Weichheit und der Support wichtig – für Körper, die sich täglich, monatlich und jährlich verändern.

Wir sind nicht hier für hypersexualisierte Kampagnen oder irgendeine fremde Fantasie von „sexy“. Uns interessiert, wie du dich fühlst, wenn du dich für dich selbst anziehst. Komfort, der sich stark anfühlt. Dieser kleine, leise Boost, wenn du etwas trägst, das dich wirklich widerspiegelt.

Die Modebranche braucht einen Reset. Wir haben beschlossen, bei dem anzufangen, was deiner Haut am nächsten ist.

Nachhaltigkeit als Standard. Farbe ohne Entschuldigung. Von Frauen geführt und von Frauen getragen. ✌🏼

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